|

Trotz der allgemein als schlecht empfundenen Arbeitsbedingungen ist das Krankenhaus immer noch der Top-Arbeitgeber für die meisten berufstätigen Ärzte: Ende 2008 waren insgesamt 153.799, und damit fast die Hälfte aller berufstätigen Ärzte stationär tätig. Die Mehrzahl davon sind Fachärzte: 84.136 Ärzte hatten in der stationären Versorgung eine Gebietsbezeichnung, 314 waren praktische Ärzte (nach EG-Recht), und 69.349 waren in der Weiterbildung.
Zum Vergleich: In der ambulanten Versorgung waren Ende 2008 insgesamt 138.330 Ärzte tätig (43,3% der berufstätigen Ärzte). Auch der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr war in der stationären Versorgung mit 2,1% größer als in der ambulanten Versorgung (0,6%). Eine Tätigkeit in anderen Bereichen übten 27.568 Ärzte aus – 3,1% mehr als Ende 2007. Der Ersatzbedarf für ausscheidende Krankenhausärzte wird in den kommenden Jahren so hoch wie nie zuvor sein: Zwischen 2007 und 2017 beenden knapp 18.000 Krankenhausärzte ihre berufliche Tätigkeit.
In einer Umfrage der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland nannten 46% der Befragten das Krankenhaus als ihren Wunscharbeitsplatz, etwa ein Drittel will später in der eigenen Praxis tätig sein. Bei der Wahl des Krankenhaus-Arbeitsplatzes wurden folgende Faktoren als entscheidend benannt:


