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Trotz der allgemein als schlecht empfundenen Arbeitsbedingungen ist das Krankenhaus immer noch der Top-Arbeitgeber für die meisten berufstätigen Ärzte: Ende 2010 waren insgesamt 163.629, und damit mehr als die Hälfte aller berufstätigen Ärztinnen und Ärzte stationär tätig. Die Mehrzahl davon sind Fachärzte: 92.038 Ärzte hatten in der stationären Versorgung eine Gebietsbezeichnung, 303 waren praktische Ärzte (nach EG-Recht), und 57.576 waren in der Weiterbildung.
Zum Vergleich: In der ambulanten Versorgung waren Ende 2010 insgesamt 141.461 Ärzte tätig (46,4% der berufstätigen Ärzte). Auch der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr war in der stationären Versorgung mit 3,4% größer als in der ambulanten Versorgung (1,3%). Eine Tätigkeit in anderen Bereichen übten 28.506 Ärzte aus – 1,4% mehr als Ende 2009. Der Ersatzbedarf für ausscheidende Krankenhausärzte wird in den kommenden Jahren so hoch wie nie zuvor sein: Zwischen 2007 und 2017 beenden knapp 18.000 Krankenhausärzte ihre berufliche Tätigkeit.
In einer Umfrage der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland nannten 46% der Befragten das Krankenhaus als ihren Wunscharbeitsplatz, etwa ein Drittel will später in der eigenen Praxis tätig sein. Bei der Wahl des Krankenhaus-Arbeitsplatzes wurden folgende Faktoren als entscheidend benannt:
