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Die Tätigkeit als Facharzt im Ausland hat in den letzten Jahren mehr und mehr an Attraktivität gewonnen. Allein im Jahr 2010 sind 3.241 deutsche Ärztinnen und Ärzte ins Ausland gegangen, um dort vorübergehend oder dauerhaft zu arbeiten – ein deutlicher Anstieg: im Jahr 2001 waren es nur 1.437.
Die meisten Fachärzte entscheiden sich für einen vorübergehenden Auslandsaufenthalt, um in anderen Gesundheitssystemen Erfahrungen zu sammeln. Deutlich kleiner ist die Zahl derer, die dauerhaft im Ausland als Facharzt tätig werden. Dabei gibt es in bestimmten Fachgebieten besonders gute Möglichkeiten, im Ausland Karriere zu machen, weil in etlichen Ländern der Mangel durch gezielte Zuwanderung aus dem Ausland ausgeglichen werden soll.
Nordeuropa, insbesondere Norwegen, Dänemark und Schweden, sind seit einigen Jahren sehr beliebte Ziele für Fachärzte, die im Ausland arbeiten wollen. Gute Arbeitsbedingungen, flache Hierarchien, eine kooperative Zusammenarbeit von ärztlichen und pflegerischen Mitarbeitern sowie gezielte Unterstützung bei der Akklimatisierung der Familienangehörigen bis hin zur Arbeitssuche für Partnerin oder Partner unterstützen diese Entwicklung. Hinzu kommen in vielen Fällen vom zukünftigen Arbeitgeber finanzierte Sprachkurse.
